Die Therapie ist so gut wie die Diagnose...

Das 1. Gespräch ...
...dauert etwas länger. Zur Vorbereitung bitten wir Sie, einen Fragebogen auszufüllen. Bitte beschreiben Sie Ihre aktuellen Beschwerden! Hatten Sie Voroperationen im Bauchraum? Gynäkologische Operationen? Darmoperationen? Sind bei Ihnen internistische Erkrankungen bekannt, z. B. Bluthochdruck; hatten Sie einen Herzinfarkt? Sind Nervenerkrankenungen bekannt? Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein? Nehmen Sie auch homöopathische Präparate, Vitamine, Spurenelemente etc.? 
Bitte bringen Sie Ihre Medikamentenliste mit! 

Die körperliche Untersuchung

...besteht aus Begutachtung der Haut, Abtasten des Bauches, der Leistengegend, beim Mann zusätzlich Untersuchung der Hoden, des Penisschwellkörpers und der Prostata.

Ultraschall

Eine inzwischen in allen Fachgebieten weit verbreitete Untersuchung, die routinemäßig sehr oft durchgeführt wird. Sie erlaubt eine orientierende Beurteilung von Nieren, Blase und Prostata. Eine genaue Untersuchung der Prostata (Volumen, Echomuster, Samenblasen) ist nur transrektal (d.h. durch den Enddarm) möglich.

Röntgen (Ausscheidungsurogramm)
Nach einer Kontrastmittelinfusion können mit 4 Röntgenbildern die Harnwege sichtbar gemacht werden. Dies ist keine Routineuntersuchung - aber gelegentlich zur genaueren Diagnostik von Nierenbeschwerden unerlässlich. Steine - vor allem Harnleitersteine - sind der Ultraschalldiagnostik oft nicht zugänglich.
Achtung: Sind Sie ganz sicher nicht schwanger ??

Labor
Grundsätzlich können in unserer Praxis Blut-, Urin-, Stuhl-, Ejakulatuntersuchungen sowie Analysen des Genitalabstrichs veranlasst werden. Der Umfang von Laboruntersuchungen richtet sich nach der jeweiligen Fragestellung. Bitte berücksichtigen Sie, dass nicht alle Laboruntersuchungen zu Lasten Ihrer Krankenkasse möglich sind. Wir machen Ihnen aber gerne einen Kostenvoranschlag.

Blasenspiegelung (Cystoskopie)
Vor dieser Untersuchung wird die Harnröhre mit einer Salbe betäubt. Dadurch ist das Einführen des Instrumentes nicht mit Schmerzen verbunden. Die Untersuchung dauert selten länger als 5 Minuten und wird beim Mann mit einem biegsamen Schlauch (wie bei der Magenspiegelung) durchgeführt. Um bakterienbedingte Blasenbeschwerden möglich gering zu halten, sollten Sie vor und nach der Blasenspiegelung ein leichtes Antibiotikum einnehmen .

Harnflussmessung
Wir möchten mit dieser Untersuchung feststellen, ob sich die Harnblase ordnungsgemäß entleert. Um eine Harnflussmessung durchführen zu können, muss die Blase gut gefüllt sein. Wenn Sie z. B. 1 Liter Tee getrunken haben, stellt sich normalerweise nach ca. einer halben Stunde ein kräftiger Harndrang ein. Sie können den Tee Zuhause oder bei uns in der Praxis trinken. Haben Sie bitte etwas Geduld. Wichtig ist, dass Sie sich erst dann bei uns melden, wenn Sie wirklich das Gefühl haben "jetzt ist die Blase voll". Wir führen Sie dann zu unserer Spezialtoilette, auf der Sie wie Zuhause Wasserlassen können. Anschl. können wir mit dem Ultraschallgerät überprüfen, ob sich die Blase auch wirklich ganz entleert hat. 
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Blasendruckmessung
Die Harnblase ist ein Muskelorgan mit zwei wichtigen Aufgaben: 
Sie muss ausreichend Urin speichern.
Sie muss sich auf Kommando vollständig entleeren.

Damit Ihre Blase diese beiden Funktionen erfüllen kann, ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von 3 verschiedenen Nervensystemen erforderlich. Wenn Sie z. B. manchmal ganz plötzlich einen starken Harndrang verspüren, oder Sie kaum noch rechtzeitig auf die Toilette kommen, kann dies ein Hinweis auf Störungen der Blasennerven sein.

Um für Sie eine möglichst erfolgversprechende Behandlung zu finden, kann eine Blasendruckmessung erforderlich sein. Bei dieser Untersuchung wird nach örtlicher Betäubung der Harnröhre ein dünner Messkatheter in die Blase gelegt und langsam aufgefüllt. Sie dürfen uns sagen, wenn Sie das Gefühl haben, jetzt ist die Blase voll. Bis dahin wird mit einem Spezialgerät der Blasendruck aufgezeichnet. Der Messkurvenverlauf gibt uns dann Hinweise auf die bei Ihnen vorliegende Form der nervenbedingten Blasenfunktionsstörung.